11 Spees mit Cees

Spees mit Cees

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Zeit für Taten

Dass keine Lampe so gut ist, wie natürliches Sonnenlicht, dürfte den meisten sicherlich einleuchten. Fakt ist es aber auch, dass es mit Lampen möglich ist, den Pflanzenwuchs in Innenräumen gezielt steuern zu können. Mit dem unverfälschten Sonnenlicht sind wir abhängig von Mutter Natur. Das bedeutet also, dass wir mit Outdoorpflanzen abhängig von einem natürlichen Zyklus sind, den wir nicht beschleunigen können.

                                                                                                             

Eine zweite Indernodien-Blüte kann man von Outdoorpflanzen auch nicht erwarten. Bei Indoorpflanzen sieht man oft, dass da wieder neue Buds über den alten wachsen. Diese Erscheinung kommt deshalb zustande, weil die Pflanze in der dritten oder vierten Blütewoche bemerkt, dass keine Befruchtung stattgefunden hat. Dadurch, dass ein Indoorgarten kontinuierlich zwölf Stunden Licht erhält und zudem sämtliche Parameter wie Temperatur der Erde, der Luft und die Nährstoffversorgung stimmen, erhält die Pflanze den Impuls, erneut Blütehormone zu bilden. Pflanzen die nicht „gesund“ stehen, also keine optimalen Bedingungen zum Wachsen und Blühen haben, machen dies kaum (was die Ernte ziemlich reduziert). Dieser Impuls wird in der Pflanze durch den Stoff Gibberellinsäure umgesetzt, der ihr den Befehl Blühhormonen auszuschütten gibt. Von der Hormonproduktion bis zur Blütenbildung dauert es nach meiner Einschätzung etwa zehn bis zwölf Tage. Aber außerdem wage ich zu behaupten, dass wenn die Pflanzen in der dritten oder vierten Woche nicht „gesund“ stehen, auch keine fette Ernte zu erwarten ist. Was mir auch aufgefallen ist, ist dass Pflanzen, die in einem Medium stehen, das Ton enthält, diesen Impuls einfacher umsetzen können, als Pflanzen die in Torf (Blumenerde) stehen. Leider bin ich noch nicht dahinter gekommen, was dafür der Grund ist. Tatsache ist, dass Cannabis in natürlicher Umgebung immer auf einem Boden steht, der mindestens siebzig bis fünfundsiebzig Prozent Ton beinhaltet. Wenn es einen grow! Leser gibt, der hierzu eine logische Erklärung parat hat … her damit! Dass Cannabispflanzen auf Erde mit Ton-Anteilen wesentlich besser fungieren, kann ich gar nicht oft genug betonen.

 
Aber ich wollte noch etwas über das Licht sagen…
Wie jeder weiß, ist das Licht im Hochsommer viel stärker als im Frühjahr oder im Herbst, weil zu dieser Zeit die Sonne fast senkrecht am Himmel steht. So wird weniger Licht gebrochen und reflektiert, so dass das Lichtspektrum im Hochsommer wesentlich mehr „blaues“ Licht enthält, als etwa im Herbst. Das Sonnenlicht enthält eigentlich immer das komplette Lichtspektrum, jedoch sorgt unsere Atmosphäre dafür, dass nicht alles davon am Erdboden ankommt. Wenn die Sonne im Hochsommer beinahe senkrecht von Himmel scheint, hat dies zur Folge, dass der Abstand, den die Sonnenstrahlen durch die Schichten der Atmosphäre zurücklegen müssen, sehr gering ist. Das lässt sich jedes Jahr auf Neue sehen und fühlen. Nun gut, umso weiter die Umlaufbahn der Erde sich von der Sonne entfernt (das ist nach der Sommersonnenwende) und je spitzer der Eintrittswinkel der Sonnenstrahlen wird , desto größer wird der Weg, den die Lichtstrahlen durch die Atmosphäre zurücklegen müssen, um den Boden zu erreichen. Im Herbst kommt das Licht einen weiteren Weg zur Erde und muss zudem eine dickere Atmosphärenschicht durchqueren, da die Sonne nicht mehr senkrecht, sondern in einem anderen Winkel auf die Erde scheint. Und es ist im Wesentlichen die Ozonschicht, die filtert … und dies zudem sehr stark … Das blaue Licht wird im Herbst so stark herausgefiltert, dass vor allem das rote Licht eine viel größere Rolle spielt, als im Sommer.
 
Die stetig kürzer werdenden täglichen Lichtstunden, die Temperatur des Bodens und die Farbe des Lichtes sind die wichtigsten Faktoren, die der Pflanze den Impuls zur Blüte geben. Das ist jedoch bei jeder Pflanze individuell und kann in der Genetik bereits verankert sein. Ein frühzeitiger Blühimpuls bedeutet gleichzeitig ein früheres Reifen der Blüten. Öfters mit der gleichen Sorte zu arbeiten und dabei zu beobachten, was genau passiert, kann den Einblick in die Materie des Growens wirklich bereichern.
 
 
Wann sollte Outdoor gesät werden?
 
 
In den ganzen Jahren seit ich mich mit den Pflanzen beschäftige, ist mir deutlich geworden, dass ein zu frühes Aussähen keinen Sinn macht. Es bringt unnötige Risiken mit sich. Mittlerweile sähe ich die ersten Samen in der zweiten Juniwoche ins Freiland. Das klingt so, als wenn es reichlich spät dazu sei, aber dem ist nicht so. Die Pflanzen, die schon gesät werden, wenn die Temperatur des Bodens noch sehr kalt ist, haben oft Mühe heranzuwachsen. Pflanzen, die hingegen im Juni ins Freiland gesät werden, holen mit 90%iger Wahrscheinlichkeit die früher gesäten Pflanzen locker ein. Die Temperatur des Bodens ist dafür verantwortlich.
 
Außerdem ist mir über die Jahre hinweg aufgefallen, dass die Pflanzen, die zu früh ausgesät wurden, im Herbst stärker mit Mehltaubefall oder Blütenfäulnis zu kämpfen haben. Warum? Persönlich denke ich, dass Sämlinge, die Wurzeln in kalter Erde bilden müssen, viel Energie dafür aufbringen müssen. Später fehlt ihnen die Kraft, um sich vor Krankheiten zu schützen.
Die Stängel der früh gesäten Pflanzen verholzen auch viel schneller. Die Wachstumsphase hält bis Anfang August an. Wenn die Pflanze in der vollen Blüte steht, stoppt sie ihr Wachstum. Man sollte sich auch die Mühe machen und die Pflanzen mit Stützhilfen, z. B. Bambusstöcken versehen. Daran werden sie in der Mitte der Pflanze festgebunden und sind so gut geschützt. Die Toppen können viel Wind vertragen.
 
Pflanzen, die aus Samen gezogen wurden, sind in der Regel stabiler und sollten weniger Probleme in ihrer Standfestigkeit haben als Stecklingspflanzen. Eine Samenpflanze hat nun mal eine wesentlich bessere Verankerung im Boden. In den letzten Jahren gab es keine Saison, in der nicht Umwetterstürme über das Land zogen … Bei Stecklingspflanzen kommt es oft vor, dass die unteren Triebe abknicken. Wenn man frühzeitig die Zweige stützt, kann dem einfach entgegengewirkt werden.
 
 
Das Volk
 
 
 
Es erstaunt mich immer wieder, dass es immer noch viele Menschen gibt, die harte und weiche Drogen, wie Cannabis, über einen Kamm scheren. Oft liegt dies in meinen Augen an dem fehlenden Wissen, aber bei so vielen? Persönlich habe ich in den letzten 34 Jahren keine harten Drogen konsumiert. Seitdem sehe ich mich selber auch nicht als so genannten Drogenfreak. Aber darüber denkt die Allgemeinheit anders … Auf meiner Homepage bekomme ich auch Emails von Leuten, die Cannabis hassen. Sie finden, dass jeder Grower oder Blower kriminell ist. Ich habe damit aufgehört, sie vom Gegenteil zu überzeugen. Ich möchte meine Energie lieber für andere Dinge nutzen. Es beginnt mich zu langweilen, ständig zu erklären, dass Alkohol und Tabak Todesopfer fordern, was man von Cannabis nach 35 Jahren Duldungspolitik NICHT behaupten kann. Natürlich kann bei Dauerkonsumenten von Cannabis, bei manchen, die Möglichkeit der Isolation besteht und selbst psychische Schäden können auftreten. Diese vereinzelten negativen Erscheinungen gibt es, aber es sind bei Weitem nicht so viele Konsumenten davon betroffen, wie uns die Regierung glauben machen will. Wir haben ein Recht auf eigenes Gedankengut und wenn ich meine Gedanken erweitere, indem ich mir einen Joint rauche, wer ist Gott gleich, um mir dies zu verbieten? Een tevreden roker is geen onruststoker …(ein zufriedener Raucher ist kein Unruhestifter …) eine alte Weisheit, die ich gerne anbringe. Der niederländische Dichter  
Simon Vinkenoog drückt dies sehr gut in seiner melodiösen und reimenden Sprache aus. Es ist nicht einfach, ihn zu verstehen, denn er redet wie ein Wasserfall, aber sehr geistreich. Ich bin ein großer Bewunderer seiner Kunst …
 
Zum Schluss
 
Die Entwicklungen in den Niederlanden sind wirklich beängstigend. Wenn ich sehe, wie viele Growshops und Coffeeshops einfach geschlossen werden, wird mir Angst und Bange. Unternehmer, die jahrelang Steuern bezahlt haben, scheinen auf einmal keine Rechte mehr zu haben. Ich denke, dass ein paar der geschlossenen Betriebe so schlau sein werden, sich zusammen zu schließen und sich gemeinsam von einem Rechtsanwalt vertreten lassen. Ich hoffe inständig, dass so etwas wirklich in Kürze passieren wird. Wenn es passiert, dann hoffe ich, dass es genug Aufmerksamkeit und Unterstützung seitens der Bevölkerung geben wird.
 
Aber gut … inzwischen schließt die Behörde ziemlich viele Cannabis bezogenen Betriebe - aus welchem Grund, ist die Frage. Ausschlag gebend sei die Nähe zu einer Schule, so die lächerliche Begründung.
 
Und wenn ich dann noch bedenke, dass sich die Politik in den Niederlanden stark nach rechts bewegt … Für einige Betriebe ist das sicherlich okay, aber Vorsicht! Mit Sicherheit hält rechts NICHTS von einem Blowtje!!!
 
Da ist Geert Wilders (Vorsitzender der Partij voor de Vrijheid (Abk. PVV, Partei für die Freiheit) eine rechtspopulistische Partei in den Niederlanden) dann auch wieder „ehrlich“. Nicht dass Jan Petertje (Jan Peter Balkenende, niederländischer Politiker (CDA), Vorsitzender der CDA-Parlamentsfraktion) ein Hanfliebhaber wäre … aber er überlässt die Verantwortung zum Glück der Mehrheit und die zweifelt … schon jahrelang. Die Lösung liegt auf der Hand. Wir hatten einen Traum, der durch Zweifel am Leben gehalten wurde: genährt durch Zweifel; unterstützt durch Zweifel; basierend auf Zweifel.
 
JETZT IST ES ZEIT FÜR TATEN!
 
Stay cool, high and take time to fly.
SpeesCees
 

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